Gemeinschaft

Vision
Einige Wohnungen sowie nach Bedarf Gemeinschafts- und Arbeitsräume sind für eine christliche Lebensgemeinschaft einzurichten. Diese kann sich als Hausgemeinschaft (jede Einzelperson bzw. Familie oder Ehepaar verfügt über eine eigene Wohnung) oder Wohngemeinschaft (einzelnes Zimmer in einer grösseren Wohnung) bzw. einer Mischung aus beidem etablieren. Aus der Mitte dieser Gemeinschaft heraus soll die Elim-Arbeit innerlich getragen werden und kann sich im Rahmen der Möglichkeiten diakonisches Wirken entfalten.

Heutige Lebensformen
Die sich in den letzten Jahrzehnten entwickelte Lebensform des Individualismus bietet manche Vorteile. Sie birgt aber auch Schattenseiten. Familiäre Strukturen, deren Miteinander sich früher oft über mehrere Generationen erstreckte, lösen sich immer mehr auf. Die Gemeinschaft wird zunehmend in mehr oder weniger geschlossene Gruppen zergliedert. Da sind die alten Leute unter sich (z.B. in Senioren- oder Alterszentren), dort die Kinder (z.B. In Kinderkrippen und Tages-Betreuungsstätten), hier die Berufstätigen, dort die Arbeitslosen, hier die Kranken, dort die Gesunden, hier die Sozialhilfeempfänger, dort andere Randgruppenleute, hier die Singles, dort die Familien, hier die Jungen in der Berufslehre, dort die Studierenden. Fast beliebig liesse sich diese Liste erweitern. Bis zu einem gewissen Grad ist dies gut und sinnvoll. Doch die gegenseitigen Beziehungen verlieren sich nicht nur zwischen den verschiedenen Gruppen; selbst innerhalb der einzelnen Gruppen nimmt die Vereinsamung zu.

Gemeinsam statt einsam
Eine Alternative zu dieser Isolations-Spirale ist das gemeinsame Wohnen in Haus- und Wohngemeinschaften. Einzelpersonen, Ehepaare, Familien, Alleinerziehende, junge und ältere Menschen leben in unmittelbarer Nachbarschaft in eigenen Wohnungen (Hausgemeinschaft) oder teilen sich eine Wohnung (Wohngemeinschaft). Nebst viel individuellem Freiraum schaffen die regelmässigen Kontakte zur Gemeinschaft und das gemeinsame Unterwegssein ein konstruktives Miteinander, wo jeder sowohl Empfangender als auch Gebender ist und dadurch einen nachhaltigen Lebensfluss auslöst.

Gemeinsam füreinander
Eine Gemeinschaft soll nicht nur sich selber dienen, sondern auch eine gewisse Tragfähigkeit für andere entwickeln. Das kann bedeuten, in beschränktem Mass Menschen mit psychischen oder physischen Beeinträchtigungen oder früherem Suchtmittelkonsum zu integrieren oder in diakonischen oder nachbarschaftlichen Projekten wie zum Beispiel der Elim-Arbeit mitzuwirken.

Gemeinschaft konkret
Jede Gemeinschaft beruht auf einem gewissen Minimum an Verbindlichkeit. In der Elim-Gemeinschaft findet regelmässig ein gemeinsamer Abend mit Nachtessen, Austausch und Beisammensein statt. Beim Austausch geht es um praktische Fragen, aber auch um persönliche oder gemeinsame Anliegen bis hin zu geistlichen Themen und gottesdienstlichen Elementen. Als christliche Gemeinschaft werden auch Andachten und Gebetszeiten angeboten, wobei jedes Mitglied frei ist, im Rahmen seiner Möglichkeiten dabei zu sein. An gewissen geistlichen Anlässen können auch Personen von ausserhalb der Gemeinschaft – zum Beispiel der diakonischen Stadtarbeit Elim – teilnehmen oder die Gemeinschaft besucht entsprechende Anlässe. Wie bereits eingangs erwähnt wäre es wünschenswert, dass sich die Gemeinschaft zu einer geistlichen Mitte der Elim-Arbeit entwickelt. Weitere Unternehmungen wie Freizeitaktivitäten, Ausflüge, Grillabende usw. können organisiert werden. Im Miteinander hilft und unterstützt man sich gegenseitig auf natürliche Weise und dient dem Nächsten.

In einer Gemeinschaft teilt man ein Stück weit sein Leben mit anderen. Trotzdem – oder gerade deswegen – ist eine gesunde Privatsphäre und Abgrenzung wichtig. Man soll sich frei fühlen und nicht den Eindruck haben, ständig für andere verfügbar sein zu müssen

Weitere Auskunft erteilt gerne: Monika Vökt

 

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