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Haus Elim - Stationär betreutes Wohnen
Das Haus Elim liegt zentral im Kleinbasel und bietet ein niederschwelliges betreutes Wohnen für suchtmittelabhängige Menschen an. Ziel ist eine Stabilisierung der BewohnerInnen, die es ihnen erlaubt, mit der Zeit mögliche Schritte in Richtung Eigenverantwortung zu unternehmen. Die Aufenthaltsdauer ist unbestimmt. Nebst Klienten mit Förderungspotential können auch Personen mit chronifiziertem Krankheitsverlauf und einer allfälligen, gewissen Pflegebedürftigkeit (Spitex) aufgenommen werden. Für das Haus Elim besteht eine staatliche Leistungsvereinbarung.

Angebot

  • Niederschwelliges, betreutes Wohnen in 29 Einzelzimmern für Menschen beiderlei Geschlechts mit Suchtproblemen (Drogen, Alkohol, Medikamente)
  • So weit wie möglich Förderung der Wohnfähigkeit, Selbstkompetenz und Sozialkompetenz
  • Unterstützung der BewohnerInnen bei Anliegen, Problemen, Konflikten
  • Auf Wunsch Beratung und Seelsorge
  • Angebot einer gewissen Tagesstruktur mit Beschäftigungsmöglichkeiten (intern und extern) sowie Kreativ-Arbeiten
  • Ziel: zur Ruhe kommen, sich stabilisieren, Mut fassen für weitere Schritte
  • Für Menschen mit einem gewissen medizinischen oder pflegerischen Betreuungsbedarf steht unsere intene Spitex oder die rollstuhlgängige und behindertengerechte Abteilung für Menschen mit Pflegebedarf zur Verfügung.
    Weitere Infos siehe Elim Care

Ausstattung

  • Einzelzimmer mit Lavabo, Kleiderschrank, Wohnwand, Bett inkl. Bettwäsche
  • Tisch, 1 – 2 Stühle, Anschluss Kabelfernsehen
  • Gemeinschaftsküche zur Benutzung zu festgelegten Zeiten
  • Aufenthaltsraum/Foyer als Raum für Begegnung
  • Hobby- und Kreativraum
  • Benutzung Waschmaschine und Tumbler

Tagesstruktur

Die BewohnerInnen von Elim haben die Möglichkeit, sich wie im "normalen" Leben eine Tagesstruktur anzueignen. Dazu verhelfen kleine Arbeiten wie die tägliche Hausreinigung und Hauswirtschaft, kleinere Umgebungsarbeiten oder auch das Kochen im Wintergarten für die BewohnerInnen.

Diese eher kleineren und grösseren Dinge sind enorm wichtig, denn durch solche regelmässigen Arbeiten können die BewohnerInnen lernen was es heisst, wenn man eine eigene Wohnung zu bewirtschaften hat. Ebenso ist dies die Möglichkeit sich einen normalen Tagesrythmus anzueignen.

Neu besteht auch die Mitarbeit bei kleineren und grösseren Unterhalts- und Renovationsarbeiten. Hier können Ressourcen eingesetzt und weiter entwickelt werden.

Betreuung

Das mit der Betreuung beauftragte Personal verfügt in der Regel über eine langjährige Erfahrung und Ausbildung im sozialen oder medizinischen Bereich. Das Tagteam ist die ganze Woche von 6.00 bis 22.00 Uhr anwesend. In der Nacht sorgt von Montag bis Sonntag die Nachtwache für Sicherheit, Ruhe und Ordnung.

Aufnahmebedingungen

Unser Angebot gilt für männliche und weibliche Volljährige mit einer Suchtmittelabhängigkeit. In einem ersten Aufnahmegespräch werden zuerst die individuellen Bedürfnisse und Zielvorstellungen abgeklärt. Danach wird intern entschieden, ob und zu welchem Zeitpunkt der Eintritt erfolgen kann. Ist die BewerberIn mit der Hausordnung einverstanden und ist die Finanzierung geregelt, steht dem Eintritt nichts mehr im Wege.

Kosten

Die Leistungsvereinbarung mit dem Kanton Basel-Stadt beruht auf dem neuen Behindertenhilfegesetz (BHG) und sieht einen der Betreuungsintensität angepassten Tarif vor. Dieser beträgt für das Haus Elim zwischen SFr. 3'372.-- und SFr. 9'612.-- pro Monat (Stand 1.1.2019).

Weitere Informationen ersehen Sie aus dem Konzept Haus Elim

Konzept Haus Elim
Größe: 1.51 MB
Published: 7. März 2018

Ambulant begleitetes Wohnen

 

Konzept Ambulante Wohnbegleitung 2020
Published: 14. September 2020

 

Nach einer erfolgreichen Stabilisierung im Haus Elim besteht die Möglichkeit, in eine eigene Wohnung zu wechseln und je nach Bedarf in unterschiedlicher Intensität durch eine Bezugsperson von Elim weiter betreut zu werden.

Auch können infrastrukturelle Angebote des Hauses Elim weiterhin genutzt werden. Die Durchgängigkeit vom Wohnheim Elim in die ambulante Wohnbegleitung ist eine sehr sinnvolle Angebotskette, bei der Neues angegangen werden kann, ohne all zu viel Vertrautes aufgeben zu müssen.

Das Angebot der ambulanten Wohnbegleitung steht aber nicht nur BewohnerInnen des Hauses Elim offen, sondern auch anderen Personen mit einer Beeinträchtigung und/oder einer stabilen Suchtentwicklung. Diese ambulante Wohnbegleitung bieten wir in den Wohnungen der Stiftung Elim oder in Dritt-Liegenschaften für insgesamt 23 Personen an.


LIEGENSCHAFTEN

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Lebens- und Dienstgemeinschaft
Vision
Einige Wohnungen sowie nach Bedarf Gemeinschafts- und Arbeitsräume sind für eine christliche Lebensgemeinschaft einzurichten. Diese kann sich als Hausgemeinschaft (jede Einzelperson bzw. Familie oder Ehepaar verfügt über eine eigene Wohnung) oder Wohngemeinschaft (einzelnes Zimmer in einer grösseren Wohnung) bzw. einer Mischung aus beidem etablieren. Aus der Mitte dieser Gemeinschaft heraus soll die Elim-Arbeit innerlich getragen werden und kann sich im Rahmen der Möglichkeiten diakonisches Wirken entfalten.
Heutige Lebensformen
Die sich in den letzten Jahrzehnten entwickelte Lebensform des Individualismus bietet manche Vorteile. Sie birgt aber auch Schattenseiten. Familiäre Strukturen, deren Miteinander sich früher oft über mehrere Generationen erstreckte, lösen sich immer mehr auf. Die Gemeinschaft wird zunehmend in mehr oder weniger geschlossene Gruppen zergliedert. Da sind die alten Leute unter sich (z.B. in Senioren- oder Alterszentren), dort die Kinder (z.B. In Kinderkrippen und Tages-Betreuungsstätten), hier die Berufstätigen, dort die Arbeitslosen, hier die Kranken, dort die Gesunden, hier die Sozialhilfeempfänger, dort andere Randgruppenleute, hier die Singles, dort die Familien, hier die Jungen in der Berufslehre, dort die Studierenden. Fast beliebig liesse sich diese Liste erweitern. Bis zu einem gewissen Grad ist dies gut und sinnvoll. Doch die gegenseitigen Beziehungen verlieren sich nicht nur zwischen den verschiedenen Gruppen; selbst innerhalb der einzelnen Gruppen nimmt die Vereinsamung zu.
Gemeinsam statt einsam
Eine Alternative zu dieser Isolations-Spirale ist das gemeinsame Wohnen in Haus- und Wohngemeinschaften. Einzelpersonen, Ehepaare, Familien, Alleinerziehende, junge und ältere Menschen leben in unmittelbarer Nachbarschaft in eigenen Wohnungen (Hausgemeinschaft) oder teilen sich eine Wohnung (Wohngemeinschaft). Nebst viel individuellem Freiraum schaffen die regelmässigen Kontakte zur Gemeinschaft und das gemeinsame Unterwegssein ein konstruktives Miteinander, wo jeder sowohl Empfangender als auch Gebender ist und dadurch einen nachhaltigen Lebensfluss auslöst.
Gemeinsam füreinander
Eine Gemeinschaft soll nicht nur sich selber dienen, sondern auch eine gewisse Tragfähigkeit für andere entwickeln. Das kann bedeuten, in beschränktem Mass Menschen mit psychischen oder physischen Beeinträchtigungen oder früherem Suchtmittelkonsum zu integrieren oder in diakonischen oder nachbarschaftlichen Projekten wie zum Beispiel der Elim-Arbeit mitzuwirken.
Gemeinschaft konkret
Jede Gemeinschaft beruht auf einem gewissen Minimum an Verbindlichkeit. In der Elim-Gemeinschaft findet regelmässig ein gemeinsamer Abend mit Nachtessen, Austausch und Beisammensein statt. Beim Austausch geht es um praktische Fragen, aber auch um persönliche oder gemeinsame Anliegen bis hin zu geistlichen Themen und gottesdienstlichen Elementen. Als christliche Gemeinschaft werden auch Andachten und Gebetszeiten angeboten, wobei jedes Mitglied frei ist, im Rahmen seiner Möglichkeiten dabei zu sein. An gewissen geistlichen Anlässen können auch Personen von ausserhalb der Gemeinschaft – zum Beispiel der diakonischen Stadtarbeit Elim – teilnehmen oder die Gemeinschaft besucht entsprechende Anlässe. Wie bereits eingangs erwähnt wäre es wünschenswert, dass sich die Gemeinschaft zu einer geistlichen Mitte der Elim-Arbeit entwickelt. Weitere Unternehmungen wie Freizeitaktivitäten, Ausflüge, Grillabende usw. können organisiert werden. Im Miteinander hilft und unterstützt man sich gegenseitig auf natürliche Weise und dient dem Nächsten.
In einer Gemeinschaft teilt man ein Stück weit sein Leben mit anderen. Trotzdem – oder gerade deswegen – ist eine gesunde Privatsphäre und Abgrenzung wichtig. Man soll sich frei fühlen und nicht den Eindruck haben, ständig für andere verfügbar sein zu müssen.